Reiseinformationen für Namibia



Allgemeine Information:

Namibia wird im Osten nach Botswana hin von der Kalahari, im Süden nach Südafrika hin vom

Oranje River, im Westen vom Südatlantik und im Norden nach Angola hin vom Kunene und dem

Okavango begrenzt. Im Nordosten erstreckt sich zudem ein etwa 450 km langer und bis zu 50 km

breiter Landfinger zwischen den nördlich angrenzenden Ländern Angola und Sambia und dem

südlich angrenzenden Botswana – der Caprivizipfel. Der Name des Staates leitet sich von der

Wüste Namib ab. Namibia ist landschaftlich durch zwei Wüsten geprägt. Im Westen durch die von der südafrikanischen Provinz Nordkap bis weit nach Angola hineinreichende Namib und im Osten durch die Kalahari. Zwischen beiden Wüsten liegt das durchschnittlich 1700 Meter hohe, um die Hauptstadt Windhoek herum auch die 2000-Meter-Marke überschreitende Binnenhochland. Einer der markantesten Berge ist der Etjo, höchster Berg jedoch ist der rund 2600m hohe Königstein im Brandbergmassiv, nahe der Küste, etwa 200 Kilometer nördlich der Küstenstadt Swakopmund.

Die Hauptstadt ist Windhoek.

Das Land hat eine Fläche von ca.824000 km2 und die Bevölkerungszahl liegt etwa bei 2,2 Mio. Einwohner

Sprachen:

Englisch, verschiedene Nationalsprachen. Vielerorts auch Deutsch.

Religionen:

87% der Namibier sind Christen. Die restlichen 13% der Einwohner, insbesondere San, Himba und Caprivianer, sind Anhänger traditioneller Naturreligionen. Der Islam spielt in Namibia eine untergeordnete Rolle.


Zeit:

MEZ + 1

Stromspannung:

220 / 240 V; dreipolige Stecker. Ein Adapter ist erforderlich. Vielfach kann der zweipolige Eurostecker verwendet werden.

Klima und Durchschnittstemperaturen:

Das durchschnittliche Klima Namibias ist heiß und trocken. In der Namib sind Niederschläge selten. Es weht das ganze Jahr über ein warmer, kräftiger Wind. Sogar im Winter erreichen die Temperaturen oft 25 °C und mehr. In den heissen Sommermonaten Dezember und Januar liegen die Temperaturen meist deutlich über 30 °C, während sie in den kühleren Monaten Juli und August nachts bis zum Gefrierpunkt sinken können, tagsüber aber wieder auf rund 25 °C steigen. Das Klima der Atlantikküste wird durch den kalten Benguelastrom bestimmt. Dieser kühlt den vorherrschenden Südwestwind stark ab, was infolge von Kondensation die Bildung von (Regen-)Wolken verhindert und regelmässig einen dichten anhaltenden Nebel in Bodennähe erzeugt. Im Sommer ist es hier angenehm kühl und in den Wintermonaten mitunter auch tagsüber empfindlich kalt. Die Wassertemperatur erreicht selten mehr als 15 °C.


Einreisebestimmungen / Visum:

Europäer können für kurzfristige Aufenthalte von bis zu 90 Tagen im Jahr zu ausschliesslich touristischen  Zwecken  ohne Visum einreisen. Ein gebührenfreier Einreisestempel (Visitors Entry Permit) wird bei Ankunft an allen offiziellen Grenzübergängen erteilt.


Geld und Währung:

Namibische Dollar (N$) oder süafrikanischer Rand.

An Bankautomaten, ATM genannt, kann man mit den meisten gängigen Bankautomatenkarten Bargeld abheben. Die gängigen Kreditkarten (Visa, MasterCard, Eurocard, American Express, Diners Club) werden vielfach akzeptiert. Reisende sollten darauf achten, dass insbesondere Maestro-Karten für den Gebrauch im südlichen Afrika freigeschaltet wurden. Wir empfehlen, etwas Bargeld dabei zu haben.


Gesundheit / Impfbestimmungen:

Keine Impfvorschriften für Reisende aus EU-Ländern.

Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet  ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig im Norden des Landes, entlang des Kawango und Kuneneflusses sowie im Caprivi-Streifen. Ein mittleres Risiko (höher in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit) besteht in den Provinzen Omusati, Oshana (östliches Ovamboland) Ohangwena, Oshikoto (Etosha-Nationalpark) sowie in den nordöstlichen Teilen von Otjozondjupa und Omaheke. Ein geringes Risiko besteht in den anschließenden Landesteilen nach Süden auslaufend und in Windhoek. Auch Gelbfieber, Hepatitis A, B, und E stellen ein Risiko dar. Vorsichtsmassnahmen gegen Typhus und Cholera sind empfehlenswert. Vor der Reise unbedingt ärztlichen Rat bezüglich der persönlichen Impfungen einholen. Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung),  Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken  und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch die Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen. Tollwutimmunglobulin ist im Land nicht sicher verfügbar. Beim ungeschützten Geschlechtsverkehr besteht die Gefahr schwerer Infektionen, insbesondere HIV (AIDS) ist weitverbreitet. Namibia liegt geographisch in einer Zone erhöhter UV-Strahlung, so dass entsprechende Vorsorge getroffen werden sollte.
Nur abgekochtes oder sterilisiertes Wasser verwenden. Bei gekauften Flaschen darauf achten, dass der Verschluss noch versiegelt ist. Milch ist vielfach nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Keine Rohmilchprodukte essen. Seien Sie vorsichtig beim Genuss ungekochter Speisen.

Die medizinische Versorgung ist in den grösseren Städten relativ gut, eine Reisekrankenversicherung sollte abgeschlossen werden.


Versicherungen:

Wir empfehlen Ihnen Reiseversicherungen (Auslandskranken,- Reiserücktrittversicherung, etc.) abzuschliessen.

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