Reiseinformationen für Südafrika



Allgemeine Information:

Südafrika liegt am südlichsten Rand des afrikanischen Kontinents und hat eine Küstenlinie

(im Westen der Atlantik, im Osten der Indische Ozean) von mehr als 2.500 km. Die Drakensberge

durchziehen das Land vom Nordosten bis in die Enklave Lesotho im Südosten, wo sie mit dem

Thabana Ntlenyana ihren höchsten Punkt (3482 m) erreichen. Höchster Berg Südafrikas ist der

Mafadi mit 3450 m. Nordwestlich von Bloemfontein erstreckt sich die Kalahari-Wüste durch Botswana

bis nach Namibia hinein. Am Kap Agulhas, der Südspitze des Kontinents, treffen sich Atlantik und Indischer Ozean, westlich davon liegt das Kap der Guten Hoffnung. Der mit 1860 km längste Fluss, der Oranje, entspringt auch in den Drakensbergen, fließt aber nach Westen und mündet in den Atlantischen Ozean. Weitere wichtige Flüsse sind der Limpopo, der als Grenzfluss zu Botswana, Simbabwe und Mosambik in Nordostrichtung nach rund 1600 km in den Indischen Ozean mündet, und der Vaal (1251 km), ein Nebenfluss des Oranje. Südafrika beheimatet mehr als 20.000 verschiedene Pflanzen. In der Fynbos-Region, einem Landstrich in der Provinz Westkap, findet man mehr als 9000 Arten, die das Gebiet zu einem der ökologisch vielfältigsten Flecken der Erde machen. Die artenreiche Tierwelt Südafrikas kann in Hunderten kleiner Wildschutzgebieten und den großen Nationalparks beobachtet werden, von denen der Kruger-Nationalpark der größte ist. In Südafrika sind mehr als 300 Säugetierarten, mehr als 500 Vogelarten, mehr als 100 Reptilienarten sowie zahlreiche Insektenspezies zu Hause. Das Land ist Heimat sehr vieler Großtierarten, darunter die afrikanischen „Big Five“, die unter Jägern einst am meisten gefürchteten fünf Großwildarten: Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn.

Das Land hat eine Fläche von ca.1.220.000 km2 und die Bevölkerungszahl liegt etwa bei 55 Mio. Einwohner

Sprachen:

Südafrika hat elf amtliche Landessprachen: Englisch, Afrikaans, isiZulu, Siswati, Süd-Ndebele, Sesotho, Sepedi, Xitsonga, Setswana, Tshivenda und isiXhosa.

Religionen:

Je nach den südafrikanischen Provinzen unterschiedliche Religionszugehörigkeit.


Zeit:

MEZ + 1

Stromspannung:

220 / 240 V; dreipolige Stecker. Ein Adapter ist erforderlich. Vielfach kann der zweipolige Eurostecker verwendet werden.

Klima und Durchschnittstemperaturen:

Die Lage Südafrikas auf der Südhalbkugel führt dazu, dass die Jahreszeiten denen auf der Nordhalbkugel entgegengesetzt sind. Im Winter, zwischen Juni und August, kann in den Drakensbergen, auf dem Highveld und in Johannesburg (1753 m) und Umgebung Schnee liegen, nachts gehen die Temperaturen stark zurück. Tagsüber steigen die Temperaturen auf etwa 23 °C, im Sommer auf 30 °C. Im Boland, der Region um Kapstadt (15 m), herrscht im Winter kühles Klima mit Nieselregen. Von November bis März ist es dort warm bis heiß und trocken. In den Küstengebieten KwaZulu-Natals, unter anderem in Durban (5 m) und entlang der Ostküste, ist die Luftfeuchtigkeit hoch, meist weht jedoch ein kühlender Wind vom Meer. Die Temperaturen liegen hier ganzjährig etwa zwischen 25 und 35 °C. Das Plateau im Osten des Landes ist durch warme, aber selten unangenehm hohe Temperaturen gekennzeichnet. In der Karoo-Halbwüste und dem Namaqualand kommt es dagegen zu extrem hohen Temperaturen. Hier liegen die jährlichen Niederschlagsmengen unter 200 mm. Die wenigen Winterregenfälle treten sehr unregelmäßig auf. Am Westkap weht eine ständige, frische Brise. Die Sommer sind warm und selbst die Winter mild. Die Südküste ist durch ein gemäßigtes Klima charakterisiert. Es überwiegt eine Trockenvegetation mit ausgedehnten Savannengebieten, die im Westen in die Kalahariwüste und das Namaqualand sowie im Südwesten in die Karoo übergehen.


Einreisebestimmungen / Visum:

Europäer können für kurzfristige Aufenthalte von bis zu 90 Tagen im Jahr zu ausschliesslich touristischen  Zwecken  ohne Visum einreisen. Ein gebührenfreier Einreisestempel (Visitors Entry Permit) wird bei Ankunft an allen offiziellen Grenzübergängen erteilt.


Geld und Währung:

Rand (ZAR).

An Bankautomaten, ATM genannt, kann man mit den meisten gängigen Bankautomatenkarten Bargeld abheben. Die gängigen Kreditkarten (Visa, MasterCard, Eurocard, American Express, Diners Club) werden vielfach akzeptiert. Reisende sollten darauf achten, dass insbesondere Maestro-Karten für den Gebrauch im südlichen Afrika freigeschaltet wurden. Wir empfehlen, etwas Bargeld dabei zu haben.


Gesundheit / Impfbestimmungen:

Keine Impfvorschriften für Reisende aus EU-Ländern.

Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet  ist der Nachweis einer gültigen Gelbfieberimpfung erforderlich.
Ein hohes Risiko besteht ganzjährig im Norden des Landes, entlang des Kawango und Kuneneflusses sowie im Caprivi-Streifen. Ein mittleres Risiko (höher in der Regenzeit, geringer in der Trockenzeit) besteht in den Provinzen Omusati, Oshana (östliches Ovamboland) Ohangwena, Oshikoto (Etosha-Nationalpark) sowie in den nordöstlichen Teilen von Otjozondjupa und Omaheke. Ein geringes Risiko besteht in den anschließenden Landesteilen nach Süden auslaufend und in Windhoek. Auch Gelbfieber, Hepatitis A, B, und E stellen ein Risiko dar. Vorsichtsmassnahmen gegen Typhus und Cholera sind empfehlenswert. Vor der Reise unbedingt ärztlichen Rat bezüglich der persönlichen Impfungen einholen. Das Auswärtige Amt empfiehlt weiterhin die Standardimpfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Institutes für Kinder und Erwachsene anlässlich einer Reise zu überprüfen und zu vervollständigen (www.rki.de). Dazu gehören für Erwachsene die Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Pertussis (Keuchhusten) und Polio (Kinderlähmung),  Mumps, Masern, Röteln (MMR), Pneumokokken  und Influenza. Als Reiseimpfungen werden Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch die Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken-Krankheit (ACWY), Typhus und Tollwut empfohlen. Tollwutimmunglobulin ist im Land nicht sicher verfügbar. Beim ungeschützten Geschlechtsverkehr besteht die Gefahr schwerer Infektionen, insbesondere HIV (AIDS) ist weitverbreitet. Südafrika liegt geographisch in einer Zone erhöhter UV-Strahlung, so dass entsprechende Vorsorge getroffen werden sollte.

Nur abgekochtes oder sterilisiertes Wasser verwenden. Bei gekauften Flaschen darauf achten, dass der Verschluss noch versiegelt ist. Milch ist vielfach nicht pasteurisiert und sollte abgekocht werden. Keine Rohmilchprodukte essen. Seien Sie vorsichtig beim Genuss ungekochter Speisen.

Die medizinische Versorgung ist in den grösseren Städten relativ gut, eine Reisekrankenversicherung sollte abgeschlossen werden.


Versicherungen:

Wir empfehlen Ihnen Reiseversicherungen (Auslandskranken,- Reiserücktrittversicherung, etc.) abzuschliessen.

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